Schachverein Ahlen 1954 e.V.
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Verbandsliga-Hat das Bluten endlich ein Ende?

SV Ahlen
Herausgegeben von in News ·
Auch nach der 3. Runde der Verbandsliga Gr. 1 kann man nicht behaupten, dass die 1. Mannschaft ihre Form gefunden hat. Dennoch hat zumindest das Bluten ein Ende gehabt, immerhin einen Mannschaftspunkt konnte Ahlen 1 durch das 4:4 gegen die Holsterhausener erkämpfen, die uns jedenfalls was den DWZ-Schnitt der Mannschaften angeht nahezu ebenbürtig sind. Dieser Punkt rettet uns jedoch keineswegs die Saison. Nach wie vor befinden wir uns auf dem vorletzten Tabellenplatz in der Abstiegszone. An einen Aufstieg ist somit praktisch nicht mehr zu denken. Im Gegenteil, wenn wir die aktuelle Form nicht in den Griff bekommen, droht tatsächlich der Abstieg. Sorgenträger ist die obere Häfte der Mannschaft, also die Bretter 1-4. Aus nun 12 gespielten Partien wurden gerade einmal 3 Punkte geholt. Eine Quote von 25% bei einem Gegnerschnitt der jedenfalls knapp unter unserem eigenen DWZ-Schnitt liegt, ist stark ausbaufähig. Beim Kampf gegen Holsterhausen wurde diese Quote sogar noch unterboten. Lediglich 0,5 Punkte konnten wir an den ersten vier Brettern verzeichnen. Glücklicherweise perfomte die zweite Hälfte der Mannschaft mit 3,5/4 Punkten ausgesprochen gut.

Am Ende können wir uns glücklich schätzen, mit wenigstens einem Mannschaftspunkt davon gekommen zu sein. Nach knapp einer 1,5 Stunden Spielzeit deutete bereits alles auf eine dritte Niederlage hin.

An Brett 4 begibt sich Karl Heinz' Springer auf Wanderschaft, tauscht sich am Ende gegen einen guten Läufer. Leider ist der gegnerische Entwicklungsvorteil enorm und plötzlich hat er eine ganze Figur weniger und steht auf verlorenem Posten. Auch Rafael's Aussichten an Brett 2 sind schlecht, nachdem er frühzeitig eine Qualität eingebüßt hat. Bei Carsten an Brett 1 sieht es noch nicht ganz so schlimm aus, aber auch seine Stellung beginnt zu bröckeln. Die Gegnerin findet einen interessanten Plan um das Zentrum zu öffnen, opfert dafür zwischenzeitlich einen Bauern und bekommt einen starken Vorpostenspringer ins weiße Lager. Das Material ist ausgeglichen, aber Carstens Figuren wirken nun alle ein wenig deplaziert. Einziger Lichtblick ist die Stellung von Klaus Busche an Brett 6, die Stellung machte beim vorbeigehen einen guten Eindruck. Alle anderen Partien waren zu diesem Zeitpunkt noch im Gleichgewicht. Im weiteren Verlauf bis ca. 18 Uhr verloren Karl-Heinz, Rafael und Carsten zügig. Klaus Busche konnte seine Partie gewinnen. Auch Matthias Nattermüller konnte seine Partie an Brett 8 durch einen schönen Mattangriff für sich entscheiden. Klaus Starp steht nicht schlecht, trennt sich aber in der Zeitnotphase in der es zunehmend unklarer wurde von seinem Gegner mit einem Remis. Es steht 3,5-2,5 für Holsterhausen. Ulli steht an Brett 5 gut. Ein Turmendspielt mit einem entfernten Mehrbauern und keine Schwächen. An Brett 3 sah es in der Zeitnotphase kompliziert aus, Ich hatte zuvor einen Bauern geopfert, hatte aber klare Angriffsziele und damit gute Kompensation. Für einen Vorteil reicht es trotzdem nicht. Zum Glück wurden einige Figuren vom Brett getauscht. Das Endspiel ist ausgeglichen, aber mit Fehlerpotential auf beiden Seiten. Ulli schaffte es derweil einen Freibauern zu bilden, woraufhin er bald gewann. Mein Gegner kämpfte noch etwa eine halbe Stunde. Meine Uhr tickte runter bis auf 4 Sekunden, endete dank der 30 Sekunden Inkrement pro Zug aber tatsächlich Remis.

So endete die Verlustserie, aber in Form ist Ahlen 1 offensichtlich auch nach drei Runden noch nicht.



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